Der Rundweg um den See beginnt direkt am Kanal. Rund 6,5 Kilometer, flach, in anderthalb Stunden gegangen. Du gehst durch den Kurpark hinein, dann am Ufer entlang. Zweimal zweigt ein Holzsteg ab, der in den See hineinläuft, am Ende jeweils ein überdachter Aussichtsturm. Von oben siehst du über das Schilf auf die Wasserfläche. Im Frühjahr und Herbst rasten hier Zugvögel, das ganze Jahr stehen Reiher am Rand und tauchen Haubentaucher weg. Der östliche Teil des Sees steht unter Naturschutz. Wer mit Kindern unterwegs ist: Am Kurpark, kurz vor dem Ziel, liegt ein Spielplatz.

Kajak und SUP am KAYAKOMAT

Wer aufs Wasser will, findet am See, dicht am Kanal, einen KAYAKOMAT: einen Selbstverleih für Kajak und SUP. Du buchst online, am Tag der Buchung kommt ein Code per SMS, damit schließt du die Ausrüstung vor Ort auf. Buchbar ab zwei Stunden, auch über mehrere Tage. Vom Steg paddelst du den See ab oder ein Stück in den Hadelner Kanal hinein.

Boot mieten ohne Führerschein

Wer mehr will als eine Runde im Kajak, mietet in Bad Bederkesa ein Boot. NoBoat verleiht führerscheinfreie Motorboote und Flöße. Fahren darf jeder ab 18, eine Einweisung gibt es vor dem Start. Auf den größeren Booten ist Platz für acht Leute.

Vom Anleger geht es auf den Hadelner Kanal und damit auf den Elbe-Weser-Schifffahrtsweg. Nach Norden tuckerst du Richtung Otterndorf, nach Südwesten über den Bederkesa-Geeste-Kanal Richtung Geeste. Mehr als 60 Kilometer sind drin, je nachdem, wie viele Tage du dir nimmst. Am Ufer liegen Grill-Anleger, an denen du festmachst und Pause machst. Auf manchen Booten kannst du auch übernachten.

Für ein, zwei Stunden gibt es Kleineres: Tretboote für die Familie, Wasserfahrräder für bis zu acht Personen. Gebucht wird vorab. Stationen hat NoBoat in Bad Bederkesa, Otterndorf und Ritterhude.

Essen am Steg: das Dobbendeel

Wer nicht selbst kochen will, hat es kurz. Café und Restaurant Dobbendeel liegt gleich neben dem Steg, mit Terrasse zum See.

In den Ort: die Burg und der Roland

In den Ort sind es keine zehn Minuten. Zuerst die Burg Bederkesa, eine Niederungsburg aus dem 12. Jahrhundert, im 15. in Stein gemauert. Vor dem Tor steht der Roland, eine knapp zwei Meter hohe Sandsteinfigur in türkiser Rüstung, um 1600 entstanden. In der Burg sitzt das Museum Burg Bederkesa mit Funden aus dem Elbe-Weser-Raum, darunter Holzobjekte aus dem Küstenboden. Geöffnet Dienstag bis Sonntag.

Die Windmühle auf dem Mühlenberg

Über dem Ort steht die Windmühle Bederkesa, ein Galerieholländer von 1881 auf dem Mühlenberg. Sie ist denkmalgeschützt und nach der Sanierung 2020/21 voll funktionsfähig. Bei einer Führung steigst du über alle sechs Böden bis unter die Kappe. Von der Galerie reicht der Blick über See und Ort. Wer will, mahlt am Modellmahlgang selbst ein wenig Korn. Im Sommer läuft freitags der Steinbackofen daneben, dann gibt es frischen Butterkuchen.

Noch ein Rundweg: der Beerster Padd

An der Mühle beginnt der Beerster Padd, ein Rundweg von rund 6,5 Kilometern über das Dorf Alfstedt. Er führt durch ein Waldstück, über die Feldmark, an Höfen vorbei. Tafeln am Weg erklären den Ackerbau der Gegend. Der Weg ist flach, auch mit Rad oder Kinderwagen machbar. Für Geocacher liegt eine eigene Cache-Serie an der Strecke.

Essen und Eis im Ortskern

Zum Essen reicht der Ortskern. Beim Il Salento gibt es Pizza und Pasta, beim Akropolis griechisch, bei den NYCE GUYS in der alten Post Burger mit Fleisch aus der Gegend. Für zwischendurch der Pavillon an der Burg mit Crêpes und Currywurst. Dazu ein paar Geschäfte für den Einkauf.

Ein Eiscafé hat der Ort auch: das Venezia an der Mattenburger Straße, ein paar Schritte vom Kern. Italienisches Eis, dazu Spaghettieis, Waffeln und Kaffee, drinnen wie draußen. Nach der Runde um den See der naheliegende Stopp, bevor es zurück zum Steg geht.

Bei Regen: die Moor-Therme

Und wenn das Wetter kippt, liegt die Moor-Therme fünf Minuten vom Steg, am Berghorn. Salzwasser-Außenbecken, Sauna, Rutsche. Auch ein grauer Tag ist damit gefüllt, ohne ins Auto zu steigen.